Sonntag, 27. März 2011

YAK 54 - Endspurt





Das Münchner Wetter an diesem Wochenende hat nicht mal für Hallenflug gereicht. Somit konnte ich ein paar abschließende Aktionen in Angriff nehmen. Angriffszentrum war die flexible Akku-Befestigung. Von dieser zeige ich hier nur die Lochraster-Schiene, dafür von beiden Seiten. Das andere Ding, was noch dazu gehört, ist zwar funktionsgerecht, eignet sich aber momentan nicht zum Herzeigen. (ähnlich wie die AKW's in Japan).


Die Servos und ihre Anlenkungen wurden endlich fixiert. Jedes bekam jetzt 4 Schrauben spendiert.

Der hintere Rumpfbereich sieht nun außerdem in Teilen aus wie die GORCH FOCK.

Alle Ruderspalte wurden mit Bügelfolie luftdicht gemacht.

Einiges an Kabeln wurden verlegt. Auch das Datenkabel des Reglers für die Jeti-Box wurde einigermaßen elegant- unauffällig rechts oben untergebracht, so daß ich nach dem Abnehmen der Kabinenhaube das Signalkabel mühelos anstecken kann.

Der Motor ließ sich auch schon mit dem Sendersignal in Drehzahl versetzen, allerdings ohne Prop.

Nu besuch‘ ich aber erst mal unsere Freunde des Linksverkehrs für 3 Tage auf der Insel. Mal schau’n, ob am nächsten Wochenende Jungfern-Flug sein kann.

Montag, 21. März 2011

Klemm L25 – Tragflächen

Der Rumpf ist beplankt, jetzt kann es an die Flächen gehen. Ich bin immer noch schwer beindruckt von Gerhards „E-Power“. Ich backe da eher kleine Brötchen mit meinen lächerlichen 6s-Packs. Jetzt aber weg von den Elektronen und hin zum Basement Holz.

Der Aufbau der Tragflächen beginnt klassisch mit dem tragenden Element Holm. Der Holm wird aus gefrästen Pappelsperrholzstreifen und Kiefernleisten aufgebaut. Mit entsprechender Zugabe von Holzleim erhält man für die erwartende Belastung vertrauenserweckende Holme.

Auf den Holm und den Hilfsholm werden dann die Rippen aufgefädelt und verklebt. Vorher habe ich einzelne Rippen nach Plan mit entsprechenden Verstärkungen aufgedoppelt. Das Resultat dieser Arbeit lässt dann schon mal die zukünftige Form erahnen.

Zur Selbstmotivation habe ich das bislang erreichte mal zusammen gesteckt. Sieht doch schon fast Fertig aus, oder!?

Die Details wie z.B. die Querruder haben dann doch etwas aufgehalten.

Bevor die obere Beplankung aufgebracht wird wurden gleich noch die Kabel eingezogen und die Steckverbinder passgenau eingesetzt. Auch von Vorteil ist bereits jetzt die Ruderscharniere einzupassen. Das erspart das lästige Schlitze erstellen und ist darüber hinaus noch passgenauer.

Nach dem alle Vorarbeiten abgeschlossen sind, kann die obere Beplankung aufgebracht werden. Das habe ich, nach der schon beim Rumpfbau bewährten Bügelmethode, vorgenommen. Nach ein wenig oder auch etwas mehr Schleifen habe ich nun zwei Tragflächenhälften in der Hand. Für Insider des Eigenbaus: sogar eine rechte und linke HälfteJ.

So nebenbei sind auch Details wie Servoschächte oder Querruderanlenkungen entstanden.

Was macht man nun mit zwei Rohbauflächen? Genau, bespannen. In meinem Fall um ein wenig Retrolook zu erreichen mit Koverall. Koverall hat den Vorteil gegenüber Papier und Seide, dass es doch eine modernen Kunstfaser ist und daraus resultierende positive Eigenschaften wie z.B. vereinfachte Verarbeitung, spannen durch Fön und auch eine gewisse Robustheit gegenüber mechanischer Belastung von außen. Den letzten Punkt habe ich persönlich beim Einbau der Querruderservos durch einen abrutschenden Schraubenziehers (DIN Deutsch: Schraubendreher) erfolgreich getestet.

Folgende Verarbeitungsschritte habe ich durchgeführt:

Zuschneiden, mit Spannlack bepinseln, noch mal mit Spannlack bepinseln, spannen mit Föhn, zur Abwechslung mit Spannlack bepinseln. Apropos wechseln, die nächste Schicht ist jetzt Porenfüller und weil es so schön war noch mal Porenfüller. Um die Holzoptik etwas zu verstärken habe ich jetzt eine Runde beize spendiert. Versiegelt wurde das Ganze mit Parkettlack in Seidenmatt.

Und schon sind die Flächen fertig!

Sonntag, 20. März 2011

YAK 54 – 10S Akkus und die Kunst sie zu laden

wo kommt nur diese Energie her ?

Eine Möglichkeit ist, sie sich aus China kommen lassen (Japan ist zur Zeit out). Für das 10S-Setup hatte ich mich entschieden, als ich noch die GB Yak 55M 2,2m auf dem Plan hatte, die angeblich fast 1 kg weniger auf die Waage bringen soll als jetzt meine (billigere) YAK 54. Leicht sollte alles werden, und das ist der Grund , weshalb ich auch nur 4000 mAh 2x5S Turnigy’s im Dezember geordert hatte (350 g leichter als die 5000‘er). So habe ich Material für vier 10S-Packs.

Nachdem sich nach Lieferung der mit falschem Gewicht ausgezeichneten YAK 54 abzeichnete, daß möglicherweise mit den 4000ern die Flugzeiten kürzer als wünschenswert werden könnten, hatte ich dann noch einmal Nachschlag bei HK genommen. Ein unglaublich starker Preis im Rahmen des von HK frei erfundenen „Schwarzen Freitags“, alles über das Deutsche Warehouse und somit ohne zusätzliche Zollsachen, für 2 weitere 10S-Packs, 5000 mAh.

Alle Akkus lagen seitdem schwer wie Blei in den alsbald beschafften feuersicheren „Dokumentenkoffern“ (Bauhaus und OBI). Ich hatte sie dort untergebracht, in der Hoffnung, daß mein Haus dann nicht sofort abbrennen würde.

Heute - Sonntag wieder mal - war es dann soweit: Die 6mm geschlitzten Goldstecker von NESSEL wurden gegen die fabrikmäßig konfektionierten getauscht. Leider geht das nicht anders als durch Löten. Wenn ich mit etwas auf Kriegsfuß stehe, dann an zweiter Stelle mit Löten. Bald sah die Werkstatt auch entsprechend aus.

Ich verfluchte innerlich die Entscheidung, die bereits konfektionierten Akkus mit den 6mm-Steckern bestücken zu wollen. Doch beim 2. Akku trat die Wende ein: ein Stecker fiel beim ersten Ablötversuch sofort lustlos vom Kabel ab. Es hatte praktisch keine Verbindung zum Kabelkörper bestanden, wie ich auf dem Foto noch dokumentieren konnte. Ab sofort war ich vom tieferen Sinn meines Martyriums überzeugt.

Als Sonderbetriebsmittel (SBM) hatte sich die Herstellung dieses Stücks Fichtenholz (Dachlatte) zum Fixieren der Goldstecker-Teile gelohnt. Die Teile werden beim Löten verdammt heiß. Die Haltevorrichtung ist so konstruiert worden, daß sie wenig Wärme nach außen ableitet; zudem erzeugt sie einen angenehmen Geruch nach verbranntem Holz, was auch Assoziationen zu schwarzgeräuchertem Wammerl, Grillfeuer oder einem Gebirgstal in Österreich im Winter bei Inversionslage wecken kann. Die warmen Farben des Fotos transportieren diese Stimmung gut rüber.

Am Ende landeten alle konfektionierten Packs wieder in den Dokumentenkoffern.

Und seltsam: manchmal fühle ich mich im Hobbykeller irgendwie beobachtet .... ?

Ja, das mit der dieser 2.Buchse am Anschluß ist die Verbindung zum Regler YETI Spin 125, der hat einen gesonderten Anschluß zum Vermeiden von Funkenüberschlag, wenn sich die Kondenstatoren anfangs schlagartig vollsaugen wollen. Dieses Extra-Kabel ist im Foto rechts zu sehen.

Hier sind die 2 x 1000 mAh Zippy’s (15C) für je 3,65 € das Stück im Bilde. Sie sorgen zur Zeit dafür, daß die LED am EMCOTEC-Schalter angeht. Habe 4 Stück davon.

Ja, Die Akkus müssen natürlich auch irgendwie mit Elektronen vollgepumpt werden. Hierzu hatte ich mir in weiser Voraussicht im Januar ein potentes neues MeanWell-Netzteil in der Bucht ergattert (60 €, 600 W / 40 A output).

Heute hab ich’s das erste mal unter Strom gesetzt. Dazu rekrutierte ich ein altes DIY-Netzkabel (was ich mal für HiFi-Zwecke gefertigt hatte, aber den klanglichen Ansprüchen nicht genügte). Hier ist aber der Klang zweitrangig. Trotzdem ist es wichtig, auf den phasenrichtigen Anschluß in der Steckdose zu achtem - siehe rote Markierung am Stecker. Das Schaltnetzteil funktioniert offenbar, kann die Spannung stufenlos zwischen 12-15 V einstellen. Somit kann ich mein Graupner DUO Plus 50 mit 15 V betreiben, und es mit ausreichend Strom versorgen. Das DUO Plus 50 hat einen Lademodus, mit dem man an den beiden Ladeausgängen die 2 x 5S Akkupacks parallel laden und intern balancen kann, sodaß die Zellenspannungen immer gleich angepaßt bleiben.

Insgeheim hoffe ich, daß ich mit der YAK 54 zumindest mit jedem Akkupack einen Flug machen kann ! Hoffe, es ist nicht zuviel verlangt. Mit der Yak55m, die letzten Sonntag mit Vollgas einschlug, hatte ich genau 103 Flüge geschafft ....

Mittwoch, 16. März 2011

YAK 54 - Baubericht 2,2m, elektrisch, 10S-Upset

Hallo Leute,

s’isch wieder moi Zeit!

In den letzten 2 Wochen hat sich wieder ein bißchen an der YAK getan, sodaß sich auch ein paar Fotos angesammelt haben, die nach Veröffentlichung drängen.

Zusammen mit dem Fahrwerksneubau wurden die Baukasten-Radverkleidungen (65 g) mit CFK abgeformt, und etwas leichter aufgebaut (24 g). Für innere Konstruktion wurde 3 mm Depron verwertet, das untätig seit 4 Jahren im Keller lagerte, den Bau von Indoor-Fliegern wird ich die 5 Platten eh‘ nicht mehr verwenden. Wenn ich die Verkleidungen ganz wegggelassen hätte (was ich immer noch tun könnte), würde ich aber auf die charakteristische Erscheinung der YAK 54 verzichten. Ist zwar kein Scale-Nachbau, aber wenn er schon schlecht fliegen sollte, dann wenigstens etwas bessere Optik zeigen. (mal vom Oberseiten-Design abgesehen, das mir immer noch nicht so richtig gefallen mag). Momentan komm ich so auf 7,3 kg Gesamtabfluggewicht. Mit CFK-Prop von Elster-Modellbau würde es nochmal um 75 g leichter.

Yin & Yang

Das Hauptfahrwerk wurde konsequent - wie ich manchmal sein kann - ebenfalls noch etwas optisch dem Original etwas ähnlicher gemacht. Der CFK-Spinner wurde an den Prop (G-Sonic, 22 x 10 ") angepaßt.

Die Plätze für Regler, Schalter, Akkus wurden definiert, paßt alles gut zum Schwerpunkt, und läßt noch viele Möglichkeiten zum Austarieren offen. Regler und DUAL-Bat Schalter sind installiert, wie man auch anhand des Fotos erkennen mag.

Den Motor werd' ich noch 1 cm nach hinten setzen, kann man alles leicht mit den Akkus ausgleichen. Hierfür muß ich die Alu-Rohre der DIY-Motorhalterung aber noch entsprechend kürzen. Anschließend werden sie mit UHU-Plus an ihre Sockeln einbetoniert.

Wie schon an anderer Stelle kurz kommuniziert: die Ruderanlenkungen sind ebenfalls fertig. Was die beiden Höhenruder betrifft, hängen sie allerdings momentan noch lustlos in der Gegend rum, wie abgefieselte Chicken Wings.

Für die "Eleetrig" gibt's bald noch einen gesonderten Blog, da wird's nämlich notgedrungen - gegen alle Erwartungen - wissenschaftlich / physikalisch, und das pack ich heut' nicht mehr.

Als Abschluß für heute noch ein geiles Kunstflug-Paint Scheme von den Silver Falcons (SAAF). Könnt'ich mir auch für die YAK in Rot vorstellen ....



Sonntag, 13. März 2011

Ein Flugsamstag im März


Gernots F3B-Hangar


Schändliche Schaumwaffeln








Der Frühling kommt, die Hexen fliegen.








Karls Rollschuh für schwer Fassbares.


Ein Engel





Gerhard übt mit seiner »kleinen« YAK.








Die große Kunst, eine Piper zu landen




Naja, Vorbeiflug kann jeder ...


... sehr forsch ...


vorbild(ähn)lich!


Gewicht spielt keine Rolle
... notfalls muss man die Re-Zahl halt über v erreichen. Aber das Einziehfahrwerk ist es wert!




(Herbert)

Montag, 7. März 2011

Dieter rollt das Web auf!

Vor wenigen Wochen wusste er kaum, was Bloggen ist, heute schon rollt Dieter das Web auf.

Ich habe gerade »Mü3« auf Google eingegeben und – Glückwunsch! – Dieter, du bist bei der allgemeinen Websuche auf Platz 3, 4, 5 und 6 – noch vor der Seite der Akaflieg München. Und bei der Bildsuche ist deine Mü3 ohnehin Platzhirsch.

Nach YAK54 und Klemm L25 google ich morgen mal ...

Herbert


Mittwoch, 2. März 2011

Yak 54 - was ist schon ein Weißbier ?


hallo,
am Abend des Pokalspiels Bayern gegen ... ???... hab ich den Rohbau des neuen Fahrwerks (100° Zwischenwinkel) nach einiger Drecksarbeit, die sich vornehmlich durch Schleifen und Schleifstaubbeseitigung unangenehm in meiner knapp bemessenen Freizeit bemerkbar machte, an den Rumpf montiert. Zur Feier wurde nun ein frisches Weißbier eingeschenkt.
die 2. Halbzeit hat noch nicht begonnen;
aber mir ist beim Anblick des Fotos klar, warum es für manche Leute leichter ist, ein Weißbier zu trinken, als eine 2,23 m Yak zum Fliegen zu bringen.

es geht weiter!