Freitag, 30. Dezember 2011

Neues von der CAD-Front

Der erste Ideenrausch ist verflogen.

Ich bin angehalten, mich nun an den Realitäten (Mehrzahl ?) zu orientieren. Deswegen jetzt einige Änderungen am Rumpf des IS-4 Jastrzab, hauptsächlich wegen der Flächenbefestigung (Flächengeometrie und Holm-Position), sowie der Tatsache, daß die Radachse doch vor dem Schwerpunkt liegen sollte. Anzahl von Spanten und Holmen wurden reduziert. alle Holme sind 4x4 mm Balsa, außer die beiden Längsgurte auf jeder Seite, 5x2 mm Kiefer. (damit man auch mal mit der Hand seitlich beim Abwurf zugreifen kann). obere und untere Holme sind als "shaped spars" ausgeführt, d. h. geformt aus 3 mm Pappelsperrholz. als Beplankungsstärke hab ich jetzt 2 mm Balsa vorgesehen.























Donnerstag, 22. Dezember 2011

Raffo's IS-4 Jastrzab

Auf der Weihnachts-CD von Frankie fand ich noch etwas Motivation für den Jastrzab-Bau 2012.
Hier der Jastrzab M 1:4 gebaut von Raffo innerhalb von 2 Monaten, geflogen am MC  2011.
naja, ein kleiner Verzug ist schon im Höhenruder ...

Dienstag, 13. Dezember 2011

Tiefseeungeheuer treiben ihr Unwesen im CAD

hallo Leute,

heute bin ich tatsächlich erschrocken!
Ich bin grade am Optimieren des IS-4 Jastzrab-Rumpfes per CAD, da switched der Screen auf 3D-View und das Tier ist plötzlich da!
allerdings querschnitts-angepaßt an diverse Fotos, die mir der Willi Gruber noch auf CD anläßlich der MCM-Weihnachtsfeier stiftete.
wenn's der einzige Schrecken bei dem Projekt bliebe...

Sonntag, 4. Dezember 2011

Helling für den Rumpfbau des IS-4 Jastrzab M1:4

hallo,
damit was weitergeht, nun auch ein virtuelles Bild der Aufbauhilfe für den Rumpf, der ja aus 18 Gräten besteht.

Samstag, 3. Dezember 2011

en detail

hier noch ein paar Abfälle aus dm CAD Programm:

es ist kein Spaß, sondern es soll Realität werden.
hier sind ein paar Spanten dargestellt (auszugsweise für den Bedarf von 3 Flugzeugen)
Frage:
wer möchte noch diesen einmaligen Flieger mit uns bauen?

Materialpreis überschlägig ca. 20 EUR für alle Rumpfspanten/Flieger.

2 Stück Rumpf-Aufbau-Helling's  kosten ca.- 25 EUR (mit 2 Sck. müßte man sich gegenseitig arrangieren können).

bitte bei mir melden , damit Hardware bestellt und  Frästeile in entsprechender Menge gefertigt werden .

Mailto: gerhardbischoff@web.de






Freitag, 2. Dezember 2011

Odyssee im Weltraum






wer kennt den Film ?





der Rumpf füllt sich




eine Woche nach Start des CAD - Unterfangens "Neukonstruktion Jastrzab" kann ich nun hier den Rumpf in der derzeitigen Konfigurationsstufe präsentieren.

Flügelmittelstück,
- geschraubt, mit Nylon-Schrauben, 6 mm, 1 vorn, 2 hinten.
- schließt direkt an Kabinenhaube an, d.h. kann ohne Widerstände zur Seite abscheren, falls es mal bei einer Hanglandung windschief zugeht.

Radkasten für 65-70 mm Rad

Gewichtszuladung, 2 Rohre à 20 mm Durchm.,macht 390 g pro Torpedorohr, bei max Ausnutzung der jeweiligen Länge von 110 mm. mehr Länge ist zwar möglich, aber nur, um den Schwerpunkt bei Bedarf weiter nach hinten legen zu können.


eine Einbaubox für die RC-Anlage im vorderen Drittel


Ich möchte nur wissen, wer das mal bauen soll.

Dienstag, 29. November 2011

neues von der CAD -Front



hallo,


hier das Ergebnis von heute.

ich habs bisher immer noch nicht geschafft, den Kabinenhaubenauschnitt darzustellen, so daß er keine gesplinten (runden) Übergänge hat.

Hier deshalb als Alternative die Gesamtansicht mit Canopy-Shape.


Montag, 28. November 2011

Jastrzab Rumpf - CAD Konstruktion läuft

schon wieder einer dieser Montage.
Das CAD-Fieber hat mich jetzt aber voll erwischt. Es macht einfach Spaß, den Rumpf am PC aufzubauen und zu planen.
Mittlerweile denke ich dran, den Knickflügel mit einem Mittestück und 2 Flügelohren aufzubauen.
Dann kann der Flügel einfach von oben auf den Rumpf aufgeschraubt werden, wie bei meinen alten Wettbewerbs-Kunstflugseglern.

Man würde sich den Bauaufwand für den verwinkelten CFK-Steckverbinder für die Flügel sparen. Die Ohren kann man dann leicht mit einfachen, geraden kurzen CFK-Rohren aufstecken. Das wäre auch mit der Holzbauweise gut / sauber ohne Aufwand zu realisieren.
naja, mal sehn.
Die Spanten für das Rad können gleich für die vordere Flügelbefestigung  eingeplant werden.

Das applizierte Flügelprofil ist ein S6061. Das HLW ist NACA-0008, könnte aber auch noch dünner werden.



Sonntag, 27. November 2011

aller Anfang ist schwer, wenn man Gewicht sparen möchte

Hallo,
die Adventszeit hat begonnen.
die Abende werden dunkler, aber nicht länger.
was aber manchmal länger läuft, ist die Stereo-Anlage und zur Zeit auch der PC.

Für das JASTRZAB-Projekt  haben sich bisher 4 Interessenten (mündlich) gemeldet.
Den Plan hatte ich auf der Hauptversammlung dabei. Insgesamt ist die Konstruktion von Di Paolo Luca sicherlich ausgereift. Nur hat er mir auf Anfrage mitgeteilt, daß bei seinen 4 kg Abfluggewicht (3 m Spannweite) 800 g Blei in der Nase sind.
Irgendwie ist das nicht mein Stil.
Deswegen nun der Versuch, alles besser zu machen. Hab' schon Infos von Klaus, Karl-Heinz, und Willi Gruber aus Traunstein verarbeitet.
Köbi wird alles fräsen, hoffe ich. Ich setze alles daran, ihm die DXF-Files perfekt zu liefern.
Hier schon mal eine Vorschau auf den Rumpf im Entwurfsstadium. 3D-Brille ist empfohlen!

Sonntag, 20. November 2011

Hallenflugsaison 2011/2012 wurde eröffnet

letzten Samstag war es nach langer Zeit mal wieder so weit, es konnte Hallenluft geatmet werden und so ganz nebenbei die Reflexe getestet werden.
Hier zur Einstimmung ein kurzes Video:

Sonntag, 6. November 2011

Wo Licht ist, ist auch Schatten

Samstag 5.Nov.2011
Ich kam schon etwas unkonzentrierter als sonst auf unseren Flugplatz.
Zudem hatte ich am Wochenenende zuvor die max. Höhenruderauschläge massiv erhöht, damit die YAK auch wie ein „Pater Noster“ nach unten schweben kann, genauso wie die Freiflugmodelle an ihrer aktivierten Thermikbremse zu Boden fallen, ohne sich dabei noch groß um andere Sachen zu scheren.
So kam es dann auch mit meiner YAK 54, die mir während der 124 absolvierten Flüge ohne vergrößerten Höhenruderausschlag immer vertrauter geworden war. Nun schwebte sie mit unvergleichlicher Leichtigkeit bei gezogener Thermikbremse, horizontal ausgeglichener Fluglage und Vollgas dem Boden entgegen. Da ich vergaß, die „Thermikbremse“ rechtzeitig zu lösen: Das Scale-CFK-Fahrwerk klappte weg, der Prop verabschiedete sich anschließend, der Motor verließ seinen angestammten Platz unter dem Putzeimer, der bis dahin als Motorhaube diente.
Die untere Rumpfhälfte, die hauptsächlich aus Luft und 4 x 4 mm Balsaleisten bestand, fiel zusammen wie ein unsanft behandeltes Soufflé (guter Vergleich, übrigens, wie ich finde).

Nun denn, hier die Fotodoku, die ich allerdings nur mache, weil ich - wenn der Rumpf wieder repariert sein wird - den Kontrast nochmal genießen will. Tragflächen und Höhenleitwerk scheinen nichts Gravierendes abbekommen zu haben.
Die Motorwelle ist blockiert, werd‘ ich wohl zur Reparatur einschicken müssen (F3A-Lorenz wird’s schon richten).








Diese Sollbruchstelle ist auch nicht schlecht...




Das sind die Reste der YAK 54, die ich den bei uns am Flugplatz geradezu fürstlich residierenden Balsa-Feldmäusen noch entreißen konnte, bevor sie ihre unterirdischen Gänge mit dem Holz täfeln konnten.

endlich mal ein Flugvideo von der YAK 54

so, hier endlich mal was für die visuellen Typen:

und noch ein anderer Habicht ...

den Flügel kannste knicken!

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Hangflug – Expedition nach Sardinien

Nach ausgedehnter , intensiver Vorarbeit war es endlich soweit.

Es war von langer Hand vorbereitet gewesen.

Eine kleine Delegation von erfahrenen Modellfliegern aus den Gründungsjahren des MCM wagte im Herbst 2011 den Sprung ins Mittelmeer; genauer ausgedrückt nach Sardegna, Sardinien. Ca. 150 Jahre gesammelte modellfliegerische Erfahrung hatten letztendlich den Ausschlag gegeben, das anspruchsvolle Projekt trotz aller Schwierigkeiten realisieren zu können.
Das eigentliche Ziel der wegweisenden Unternehmung war die Beantwortung der Frage, ob unter umweltschützerischen Gesichtspunkten auch naturähnliche Modellflugzeuge zusammen mit ortsansässigen Vögeln Hangflug ausüben können, ohne die Tiere dabei entscheidend zu stören.

Nun, die Entwicklung der naturähnlichen Modelle erforderte einen nicht unbeträchtlichen Aufwand. Das darf an dieser Stelle nicht verschwiegen werden. Den drei MCM-Pionieren (Gerhard Bischoff, Hubert Hübler, Karl Foisner) wurde dabei nichts geschenkt (auch nicht der Rotwein). Das ehemalige MCM-Mitglied Kurt Lippold hatte seinerzeit in den 70'ern am Münchner Olympiaberg mit einer einsamen Konstruktion (dem "Raben") bereits wertvolle Erfahrungen gesammelt. Meine Freunde Hubert und "Kipo" Foisner konnten dabei hilfreich auch ihre Erfahrung mit magnetgesteuerten Freiflug-Hangmodellen einbringen; was letztendlich auch der Erfolgsgarant war, wie sich zeigen sollte.

Erfolgsgarant für was?

Es gelang den MCM‘lern jetzt tatsächlich, ihre Flugmodelle so in ihrem Element zu bewegen, daß die Sardischen Möven im Großen und Ganzen ihr normales Flugverhalten beibehielten.

Will heißen:
Hangflug im Verein mit sardenischen Vögeln ist möglich. Die Nordküste bei Porto Torres bot die idealen Voraussetzungen - hier die Bildbeweise.
Tip: Die "einheimischen" Modelle waren natürlich in der Überzahl. Aber der erfahrene Beobachter wird sie am gelegentlichen Flügelschlagen erkennen.


hier noch ein weiterer fliegerischer Höhepunkt: ein erfolgreich erlegter sardischer fliegender Fisch:

der Köder schmeckte auch ganz gut.


Oktoberfestpokal Nachlese

Hallo Haar kündigte den Pokal auf der Titelseite an.
Ein herzliches Dankeschön an die Redaktion!



Samstag, 10. September 2011

Von einem der auszog, das Fliegen zu lernen

Bericht eines Wiedereinsteigers
(Teil 2 des Beitrags aus unserem diesjährigen MCM-Magazin)

Mein Name ist Wolfgang Berner und ich bin 65 Jahre alt. Vor meinem Ruhestand war ich bei IBM beschäftigt und 1970 unternahm ich mit meinem Chef Manfred auch meine ersten Modellflugversuche. Drei Jahre lang hatte mich dieser »Virus« völlig im Griff, dann kamen berufliche Verantwortung, die Kinder, das Haus. Und die waren wichtiger.

Das Fliegen hat mich in all den Jahren nie losgelassen, zudem hatte ich durch die Tätigkeit meiner Frau bei der Bavaria Flugschule oft die Möglichkeit, mit den „Echten“ mitzufliegen.

Vor zwei Jahren stieß ich bei »Conrad« auf ein günstiges Einsteigermodell mit Fernsteuerung. Ich wollte testen, ob mir das Fliegen noch Spaß macht, und ob ich es noch kann. Ich dachte mir, ich gehe einfach auf die nächste Wiese und fliege; doch so einfach war das nicht mehr. Ich fand in der nahen Umgebung einfach keine geeigneten Möglichkeiten, mein Modell zu starten. Früher gab es freie Wiesen, heute werden dort Mais, Raps und alles Mögliche angebaut. Wie jedem klar sein dürfte, besteht nicht unerheblich Gefahr; die Landung auf so einem Untergrund gründlich in den Sand zu setzen. Aber trotz aller Anfängerschwierigkeiten - die Fliegerei hatte mich wieder.
Das Modell stand einige Zeit herum, bis mein Enkel Felix großes Interesse am Fliegen zeigte und wir den Flugplatz des MCM entdeckten. Vor unserer aktiven Zeit waren wir dort oft Zuschauer und bewunderten die Flugkünste. Für mich war klar: Wenn ich im MCM aufgenommen werde, steige ich wieder voll ein. Ich wurde aufgenommen und außer mir vor Freude.

Zu Beginn sah ich mich aber erst einmal mit den typischen Schwierigkeiten konfrontiert: Welche Fernsteuerung sollte ich mir kaufen?

Wenn Sie sich bei einem passionierten Modellflieger nach seinen Erfahrungen und Vorlieben erkundigen, werden Sie viele verwirrende Antworten erhalten. So ging es auch mir: Jeder, den ich gefragt habe, schwört auf seine Anlage. Nach einer erschöpfenden Odyssee durch einen Wald aus Ratschlägen und Empfehlungen, bin ich schließlich bei einer Futaba T8FG gelandet. Die Fernsteuerung ist toll und nicht vergleichbar mit denen vor vierzig Jahren. Meine Reise war damit aber nicht beendet: die Probleme gingen weiter, denn die Einstellungen der Funktionen werden zwar in der Anleitung ausführlich beschrieben; die diversen Fachausdrücke machten mir allerdings Schwierigkeiten. Wieder stand ich vor vielen verschlossenen Türen, die mir den Wiedereinstieg erschwerten.

Nach vielen weiteren Erkundigungen habe ich dann das Conrad-Modell in der Fernsteuerung einprogrammiert. Ein wenig hatte ich mich umgehört; den Ratschlag, Mode 4 festzulegen, habe ich dann befolgt.

Mein großer Tag, also der erste Start allein, fand an einem Tag statt, an dem weit und breit keine anderen Piloten auf dem Flugplatz waren. Start und Flug gestalteten sich trotz meiner großen Begeisterung schnell als unvorhersehbare Herausforderung, meine Nervosität und zu starken Ruderausschläge entpuppten sich als multiple Erfolgshemmnisse und trieben mir die Schweißperlen auf die Stirn. Irgendwie waren die Götter mit mir, denn das Modell kam lediglich mit ein paar Schrammen wieder Heil auf der Erde an. Fix und fertig war ich trotzdem, vor allem, weil ich mir das leichter vorgestellt hatte. Die Folgen meines ersten Fluges waren Tage, in denen ich den anderen nur deprimiert zuschaute und Überlegungen anstellte, wie ich mich beim nächsten Mal besser dabei anstellen könnte.

Während ich meine Wunden leckte, fiel mir ein Modell auf, das von einem MCMler sehr langsam geflogen wurde. Ich wusste plötzlich: Das ist es!

Es war der Twinstar 2, ein Vereinskamerad verkaufte mir schließlich ein gebrauchtes Modell. Ich dachte mir allen Ernstes: »Bei so einem langsamen Modell kann jetzt nichts mehr schief gehen!« Schnell wurde ich allerdings eines Besseren belehrt.

Es war ein Samstag, es war viel los auf dem Fluggelände, und ein Kollege erklärte sich bereit, mir zu helfen. Der Twinstar wurde von meinem Kollegen aus der Hand gestartet, damit ich gleich steuern konnte.

Ein alptraumhafter Flug! Zuerst steil nach oben, Gas weg, steil nach unten und dann im Tiefflug in rasendem Tempo über die Zuschauer und Autos. Einige Kameraden erzählten mir später peinlicherweise, sie seien in Deckung gegangen oder hätten ihr Modell mit einem Hammer zu verteidigen versucht. Leider konnte der Kollege nicht so schnell eingreifen und es lag an mir, das Modell dann doch ohne Schäden zum Landen zu bringen. Wieder wurden meine Erwartungen von der Wirklichkeit korrigiert.

Nach diesem Erlebnis war die Verwirrung perfekt, denn ich ertrank jetzt förmlich in guten Ratschlägen: »Kauf dir doch dieses Modell oder dieser Bautyp für Anfänger ist perfekt!« Von da an wusste ich gar nicht mehr, was ich beim Kauf zu berücksichtigen hatte. Einige sagten schließlich, ein gutmütiger Elektrosegler wäre genau das richtige Modell zum Lernen. Ich gab also nach und schaffte mir den Easyglider Elektrik an.

Das Modell war schnell zusammengebaut und ich stand schnell wieder am Flugplatz, um meinen ersten Flug doch noch zu meistern.

Es gab die gleichen Probleme wie beim ersten Mal. Meine Nervosität, die hektischen Befehle, und die berühmten ausdrucksstarken Ruderausschläge ergaben eine unheilvolle Mischung. Die Landung gelang mir dann glücklicherweise besser.

Nach fünf bis sechs Starts mit den immergleichen Problemen kam dann eine Außenlandung. Das Modell war sehr weit weg und ich hatte vor lauter Aufregung und zu meinem Pech vergessen, den Motor auszustellen: Der Bürstenmotor war durchgebrannt. Die Kollegen meinten sowieso: »Da gehört ein Brushless rein«.

Also kaufte ich einen Brushless-Motor, ein Motor mit mehr Leistung, der natürlich besser abzog, aber nicht überragend. Der Fehler war, dass ich damit einen 2zeller Lipo eingebaut hatte. Nach Gesprächen mit MCM-lern tauschte ich ihn gegen einen 3zeller Lipo ein, und schon funktionierte es besser. Das Gas hatte ich auf den Gashebel gelegt. Aber viele meinten, ich solle doch das Gas auf einen Schalter legen - jetzt war ich wieder unsicher.

Ich habe es dann doch ausprobiert mit dem Gasschalter. Der war für mich jedoch nicht optimal, denn bei kritischen Situationen den richtigen Schalter zu finden, ist noch schwieriger. Also wieder Gas auf den Knüppel. Aber meine Probleme mit dem Fliegen hatte ich immer noch nicht im Griff.

Ein sehr guter Tipp kam von einem älteren Fliegerkollegen. Schwierig war es für mich auf die richtige Seite zu steuern, wenn das Modell auf mich zukam. »Du musst auf die Seite steuern, auf der die Tragfläche hängt», wurde mir gesagt. Das prägte ich mir ein und damit funktionierte es wesentlich besser.

Man muss mir angesehen haben, dass ich recht deprimiert war, denn einige MCMler kamen besorgt auf mich zu, mit dem Angebot, mich zu unterstützen. Dass das schwierig geworden wäre, ist einleuchtend: Einige flogen einen anderen Mode, die nächsten wohnten zu weit weg, und wieder andere benutzten eine völlig andere Fernsteuerung.


Meine Rettung war schließlich Stefan Raschke, der von sich selbst stolz behauptete, vor mir schon ganz anderen Fällen das Fliegen beigebracht zu haben. Er nahm sich sehr viel Zeit und wir programmierten die beiden Sender. Ich war Lehrer mit dem Schalter zum ein-, und ausschalten und er der Schüler.
Zum Glück hatte er eine große Futaba FS und ich das Kabel für den Lehrer-Schüler-Mode.

Diese Aufteilung stellte sich schließlich als ideal heraus, vor allem deshalb, weil ich somit nicht immer meinen Empfänger mit Stefans Sender verbinden musste. Während unseres ersten Starts war mein Schalter auf »Schüler« eingestellt und Stefan startete den Easyglider, brachte ihn auf die Höhe und trimmte ihn gleichzeitig.

Bei ruhiger Fluglage schaltete ich um und übernahm den Flieger. Einige Zeit klappte das ganz gut, dann übernahm wieder Stefan Raschke und es wurde ein wenig schwieriger.

Mit dieser L-S-Verkabelung sind wir viele Übungsstunden geflogen.

Ich bewunderte es, dass er sich für einen Anfänger so viel Zeit nahm, Zeit, in der er selber nicht fliegen konnte. Hier gab mir Stefan auch viele wertvolle Tipps, die ich unmittelbar anwandte.

Dann kam der Moment, an dem ich es alleine probierte. »The same procedure as every year«: Es war ein Vormittag und ich der Einzige auf dem Fluggelände.

Alle wichtigen Schritte und Ratschläge reflektierte ich noch einmal innerlich und startete dann von Hand den Easyglider. Es war fast windstill, die Bedingungen also mehr als ideal. Ich war angespannt, aber doch etwas sicherer als früher. Das konnte man auch an den Flugmanövern sehen. »Wenn jetzt noch die Landung klappt, dann bin ich mit mir zufrieden«, dachte ich.

Ich war mit mir sehr zufrieden, als Belohnung genehmigte ich mir einen Zigarillo. Nach diesem Erfolg wurde ich mutiger und wagte mich mit fortschreitendem Gelingen an ein ähnliches Modell, dem Relax, heran. Die entscheidende Konsequenz dieser »Ochsentour« lag darin, dass ich immer mehr aus den Fehlern lernte und meine Flugsouveränität dadurch zunahm. Meine Mühen um den Wiedereinstieg in die Modellfliegerei trugen also langsam Früchte. »Übung macht den Meister«, aber mit dem Erfolg kommt oft der Übermut: Die Ansprüche stiegen und mit steigerndem Selbstbewusstsein wuchs mein Interesse an anderen Bautypen.

Ein Modell, das mich später sehr begeisterte, war der Fun Cub. Er flog ebenfalls sehr langsam und verfügte über die entscheidenden Pferdestärken. Ich wusste: »Das Modell will ich auch!« Mit diesem Modelltyp bekam ich dann eine gewisse Sicherheit. Leichtsinnigkeiten bescherten mir zwar einen Bruch beim Fun Cub; die kleinen Fehler, die ich zwischendurch machte, konnte ich aber mit der tatkräftigen Unterstützung von Elapor und dem Einsatz eines guten Sekundenklebers wieder beheben. Jetzt fliegt es genau so, wie ich es mir vorgestellt habe. Nachdem der Flieger wieder hergestellt war, habe ich mir Schwimmer für den Fun Cub zugelegt und über einen Wasserstart nachgedacht. Irgendwann stöberte ich dann im Internet und stoß schließlich auf den Mini Magister, ein kleines handliches Modell, das auch mit Schwimmern ausrüstbar ist. Mit diesen ausgestattet, erweiterte jetzt auch der Mini Magister meine Flotte. 

Beim ersten Wasserstart kam der Mini nicht aus dem kühlen Nass. Ich probierte einen Handstart, doch durch die Schwimmer wurde der Luftwiderstand größer. Da der Motor zu schwach war, kam es zu einem Absturz und aus dem Flieger wurde fast ein U-Boot.

Da ich den Sender in der Hand hatte, war es mir nicht möglich ins Wasser (18°) zu gehen. Doch ich musste nicht lange betteln und konnte meine liebe Gattin zur Bergung des Mini Mag gewinnen. Weitere Starts aber hatten sich damit vorerst erledigt.

Erfolgreicher war da der Wasserstart des Fun Cub. Nach einigen Metern flog er ab, in den weißblauen Himmel über dem Chiemsee. Ich machte sechs erfolgreiche Starts und auch die Landungen gelangen mir gut.Zuschauer sagten, das Modell hätte ausgesehen wie ein echtes Wasserflugzeug, wenn es in größerer Höhe war. 

Nach vielen Fragezeichen und Rückschlägen werden meine Fortschritte jetzt mit jedem Start besser. Ich habe aber auch gelernt, dass jeder Flug für das Modell der letzte sein kann. Es war eine harte und lehrreiche Zeit, die sich aber gelohnt hat. Ich danke nochmals den hilfsbereiten MCMlern, ohne die ich wahrscheinlich sehr viel mehr Sekundenkleber gebraucht hätte. Jetzt kann ich mit ruhigen Gewissen meinen Enkel Felix, der schon sehnsüchtig wartet, zum Fliegen mitnehmen - ohne mich zu blamieren.

Holm- und Rippenbruch wünscht,

Der jetzt nicht mehr ganz so unerfahrene MCM-ler

Wolfgang

Sonntag, 4. September 2011

M.C. - Getränkeversorgung bei 37°

Durst ist unter diesen Bedingungen ein ständiger Begleiter der MCMler.
Die Qualität der Getränkelogistik wird dabei zur Überlebensfrage. Es haben sich einige markante Punkte als Oasen bewährt: Klaus' Wohnmobil mit Kühlschrank - Brückenwirt in Cagli (Bar dello Sport) - La Ferraia selbst mit kistenweiser Aqua-Versorgung, - Naturquelle auf der Strasse von Cagli nach la Ferraia.

hier einige Beispiele:
Leben am Osthang.


Der Brückenwirt hat eine Terrasse, aber auch ein schattiges Innenleben ist möglich, falls diese durch herumlungernde, Lottosüchtige Einheimische besetzt sein sollte.
Hauptproblem beim Brückenwirt (falls es überhaupt eines geben sollte) jedoch liegt in der Tatsache, daß besonders ab 17.00 h abends unregelmäßig einseitige Brückensperrungen erfolgen, durch die Rückfahrten zur Unterkunft abends manchmal verzögert werden können.


Beim Brückenwirt gibt es auf Anfrage auch Trinkgefäße für den kleineren Bierdurst ....


M.C. – MCM und „La Ferraia”


einmal weg vom Stress am Hang und Herd - Entspannung pur

Das vierte Mal hat uns nun Patrone Giuliano im Rahmen der Happy Horror Tour mit seiner Crew beherbergt und bewirtet. Seine Agriturismo-Location in der Nähe von Cagli hat eine besondere Ausstrahlung, vielleicht ist diese anhand der Fotos zu erahnen.
Hauptgebäude mit Ristorante und Küche
Der Pool, exclusiv für die Gäste. (diverse Haustiere müssen draußen bleiben).
Das Gästehaus bei Einbruch der Nacht. Der Tag geht, ...

Nebengebäude (mit riesigem offenen Grill-Kamin, Pizzaofen und Lebensmittelkammer).
Das Nebengebäude diente dem MCM wie bisher jedes Jahr als abendlicher Treffpunkt für das

gemeinsame Abendessen, das in Form eines Gästemenü’s immer vorher – natürlich auf italienisch – schriftlich angekündigt wurde.
Das führte im Vorfeld regelmäßig zu Vermutungen, um was für Köstlichkeiten es sich denn diesmal handeln könnte. Aber häufig blieb es bis zum Auftischen der Gänge ungeklärt. Lediglich unsere Heidrun als „Halb-Sienerin“ (Bürger weiblichen Geschlechts von Siena)“ wußte es treffsicher oft bereits vorher.
Immer aber war es qualitativ hochwertig und biologisch, oft mit auch frischen Früchten aus der Region zum Dessert; eingefleischte Äpfelliebhaber bedauerten wohl, dass nie welche dabei waren...


Monika ließ es sich dann auch nicht nehmen, sich standesgemäß bei Giuliano (links) und dessen Bruder mit 2 Halben Augustiner-Edelstoff , ausgestattet mit neuester bayrischer Flaschen-Verschließtechnik,- herzlich zu bedanken. – es sind bekanntlich die Gesten, die auch zählen.

Italien 2011 - ohne Worte